Heilig-Geist-Straße: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | ''Nach dem ursprünglich an dieser Straße errichteten "Gasthaus zum Heiligen Geist", einem Armenhaus und Vorläufer des heutigen "Hospitals zum Hl. Geist". Das von den Kempenern in der Sprache ihrer Zeit "Gasthaus" (lateinisch hospitalis = gastfreundlich) genannte Hospiz war ein umfangreicher Gebäudekomplex, hervorgegangen aus einer 1390 begründeten Stiftung. Übriggeblieben sind davon heute nur noch das frühere Wohnhaus des Hospital-Rektors (heute bekannt als Haus Weinforth) und die rechts anschließende Heiliggeistkapelle am südlichen Ende des Buttermarktes. Hinter diesen Gebäuden lagen zur heutigen Heilig-Geist-Straße hin damals Hospitalhäuser, die keine ärztliche Versorgung boten, sondern ein Obdach für Pilger und für obdachlose, ältere und kranke Bürger. Bis zur durch die kommunale Neugliederung notwendig gewordenen Umbenennung im Jahre 1970 hieß die Straße "Josefstraße". | + | ''Nach dem ursprünglich an dieser Straße errichteten "Gasthaus zum Heiligen Geist", einem Armenhaus und Vorläufer des heutigen "Hospitals zum Hl. Geist". Das von den Kempenern in der Sprache ihrer Zeit "Gasthaus" (lateinisch hospitalis = gastfreundlich) genannte Hospiz war ein umfangreicher Gebäudekomplex, hervorgegangen aus einer 1390 begründeten Stiftung. |
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| + | Übriggeblieben sind davon heute nur noch das frühere Wohnhaus des Hospital-Rektors (heute bekannt als Haus Weinforth) und die rechts anschließende Heiliggeistkapelle am südlichen Ende des Buttermarktes. | ||
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| + | Hinter diesen Gebäuden lagen zur heutigen Heilig-Geist-Straße hin damals Hospitalhäuser, die keine ärztliche Versorgung boten, sondern ein Obdach für Pilger und für obdachlose, ältere und kranke Bürger. | ||
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| + | Bis zur durch die kommunale Neugliederung notwendig gewordenen Umbenennung im Jahre 1970 hieß die Straße "Josefstraße".<ref>Straßennamen unter [https://www.kempen.de/umwelt-wirtschaft-wohnen/strassen-verkehr/strassennamen/heilig-geist-strasse kempen.de]</ref> In alten Karten der Stadt Kempen hieß die Straße früher "Gasthausstraße".<ref>vgl. z. B. Karte des Geometers Buix von 1827, in: Terwelp, Gerhard, Die Stadt Kempen im Rheinlande,Teil 2</ref> | ||
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| − | Datei:Josefstrasse-4.jpg | Josefstraße vor der Sanierung der östlichen Straßenseite | + | Datei:Josefstrasse-4.jpg|Josefstraße vor der Sanierung der östlichen Straßenseite |
| − | Datei:Josefstrasse-blick-ost.jpg | Blick vom Haus Musikschule Meeners aus in Richtung Peterstraße | + | Datei:Josefstrasse-blick-ost.jpg|Blick vom Haus Musikschule Meeners aus in Richtung Peterstraße |
| − | Datei:Josefstrasse-3.jpg | Blick vom "Knick" der heutigen Arnold-Jansen-Str. aus | + | Datei:Josefstrasse-3.jpg|Blick vom "Knick" der heutigen Arnold-Jansen-Str. aus |
| − | Datei:Josefstrasse-5.jpg | ...in umgekehrter Richtung | + | Datei:Josefstrasse-5.jpg|...in umgekehrter Richtung |
| − | Datei:Josefstrasse-um-1968.jpg | | + | Datei:Josefstrasse-im-winter2.jpg|Die Josefstraße im Winter, hier noch mit den alten Häusern und dem Knick bei Bauer Schmitz zur Ellenstraße hin |
| − | Datei:Musikschule.jpg | Der staatl. geprüfte Musikdirektor Leo Meeners gab in seinen Räumen, Josefstraße, oder privat bei den Schülern zu Hause, Unterricht in Akkordeon, Klavier, Geige, Gitarre u.a. | + | Datei:Josefstrasse-um-1968.jpg|...gut 10/15 Jahre später: gleiche Ansicht wie zuvor, aus der Vogelperspektive vom Erkerfenster Haus "Van Schlun" aus, um 1968 |
| + | Datei:Musikschule.jpg|Der staatl. geprüfte Musikdirektor Leo Meeners gab in seinen Räumen, Josefstraße, oder privat bei den Schülern zu Hause, Unterricht in Akkordeon, Klavier, Geige, Gitarre u.a. | ||
| + | Datei:Heilig-Geist-Straße 2007.jpg|Die Heilig-Geist-Straße, 2007. Haus rechts, die heutige Nr. 21 | ||
| + | Datei:Heilig Geist Strasse.jpg|Häuserzeile gegenüber der kleinen Kneipe, die für einen Neubau weichen musste. Ganz links der Frisör Rankers mit dem Eingang für Herren an der Peterstr. und für Damen an der Josefstr. | ||
| + | Datei:Heilig-Geist-Str Sanierung.jpg|Heilig-Geist-Straße nach Abbruch der kompletten Südseite, rechts die Häuser mit den Nummern 8 - 12. Ob der Nebeneingang zum Eckhaus van Schlun/Dahmen eine Hausnummer auf der Josefstr. hatte, ist eine offene Frage. | ||
| + | Datei:Photo 2021-10-30 11-33-38.jpg|Heilig-Geist-Straße nach erstem Ausbau und vor Abriss der Gebäude an der Oelstraße | ||
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Aktuelle Version vom 27. Februar 2025, 15:13 Uhr
Die Josefstraße gibt es heute nicht mehr.
Sie führte von der Ellenstraße mit einem 90-Grad-Knick am Tor von Bauernhof Schmitz zur Ölstraße.
Heute heißt das erste Stück an der Ellenstraße "Arnold-Janssen-Straße". Anstelle des weiteren Verlaufs liegt heute die Heilig-Geist-Straße, die als eine der wenigen Straßen in der Innenstadt für den Autoverkehr freigegeben ist.
Aus der Straßenbeschreibung der Stadt Kempen:
Nach dem ursprünglich an dieser Straße errichteten "Gasthaus zum Heiligen Geist", einem Armenhaus und Vorläufer des heutigen "Hospitals zum Hl. Geist". Das von den Kempenern in der Sprache ihrer Zeit "Gasthaus" (lateinisch hospitalis = gastfreundlich) genannte Hospiz war ein umfangreicher Gebäudekomplex, hervorgegangen aus einer 1390 begründeten Stiftung.
Übriggeblieben sind davon heute nur noch das frühere Wohnhaus des Hospital-Rektors (heute bekannt als Haus Weinforth) und die rechts anschließende Heiliggeistkapelle am südlichen Ende des Buttermarktes.
Hinter diesen Gebäuden lagen zur heutigen Heilig-Geist-Straße hin damals Hospitalhäuser, die keine ärztliche Versorgung boten, sondern ein Obdach für Pilger und für obdachlose, ältere und kranke Bürger.
Bis zur durch die kommunale Neugliederung notwendig gewordenen Umbenennung im Jahre 1970 hieß die Straße "Josefstraße".[1] In alten Karten der Stadt Kempen hieß die Straße früher "Gasthausstraße".[2]
Die Häuser:
Fotogalerie

