Thomasstraße 4 fiktiv


Die Nummern 2 und 4 gibt es seit dem Abbruch des Tivoli-Hauses, das zuletzt die Nummer 4 trug, auf der Thomasstraße nicht mehr. Ganz früher war die Nummer 2 die Adresse der Burg. Die Nummerierung der Straße wurde mindestens einmal geändert.
Gegenüber vom Bahnhof, an der Stelle, wo heute die Nummer 4 wäre, wenn es sie noch gäbe, war früher die Nummer 8. Es war das letzte Grundstück auf der linken Seite vor dem Bahnhof. Auf der rechten Seite ging es dann weiter mit dem Betriebsamt mit der Nr. 9 und dem Lindenhof mit der Nr. 10. Die Nummer 8 war dann das Grundstück, auf dem bis vor einigen Jahren das Tivoli-Haus stand, das dann wohl aus dem Hotel und Restaurant Holländischer Hof hervorgegangen ist.
1898 war hier schon das Hotel und Restaurant "Holländischer Hof". Inhaber war Jacob Lock.
Im Adressbuch von 1937 findet man unter dieser Adresse im Branchenteil unter Hotels den Eintrag "Heinen. Peter, Wwe., (Rest.)" Das war dann immer noch der Holländische Hof. Später erfolgte dann die Umbenennung in Tivoli-Haus. In den Adressbüchern von 1953 und 1959 findet man als weitere Inhaber Katharina Straeten und später Josef Tillmanns.
Siehe rechts. Wenn man die Bilder vergleicht und sie wirklich dieselben Gebäude zeigen, müssen aber vor der Umbenennung zum Tivoli-Haus noch einige Umbauarbeiten erfolgt sein. Wahrscheinlich wurde ein Gebäude aus den Häusern 2 und 4, so dass es die Nummer 2 seitdem nicht mehr gab.
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Saal im Hotel Holländischer Hof von Peter Heinen
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Der Gasthof Tivoli vom Bahnhof aus in einem Film von 1957
Einträge in alten Adressbüchern:
unter Thomasstraße 8:
1898
- Holländischer Hof, (Inh. Jacob Lock)
- Roosen, Jakob, Fuhruntern.
1937
- Bendelage, Herm., Bahnsekr.
- Heinen, Peter, Wwe., Hotel-Rest. Holländischer Hof
- Hubberten, Ludwig, Anstreicher
- Kempken, Joh., Arbeiter
- Meulendick, Eduard, Schlosser
- Neeven, Franz, Kontolleur
- Neeven, Veronika, Arbeiter
und unter Thomasstraße 4
1953
- Gerhardt, Alfred, Friseurgesch.
- Schwartze, Ferdinand, Steinmetz
- Straeten, Katharina, Hotel Tivoli, F. 337
- Wischnewski, Elisabeth, Hausangest.
1959
- Hoffmann, Waltraud, Büfetth.
- Paradys, Anna, Angest.
- Paradys, Heinr., Schlosser
- Riedel, Ursula, Hausgeh.
- Tillmanns, Josef, Hotel Tivoli, F. 337
- Zenzinger, Werner, Angest.
- Zimmermann, Lucie, Hausfrau
1898 gehörte die Adresse Thomasstraße 2 zur Burg. Und darin befand sich das "Königliche Gymnasium Thomaeum".
Siehe auch unter Thomasstraße 20, der heutigen Adresse der Kempener Burg!
Im Adressbuch von 1898 findet man:
- Pohl, Josef, Dr., Direktor des Gymnasiums
- Sturm, Heinr., Schuldiener
Direktor war 1898 Dr. Josef Pohl; Kollegium: Prof. Dr. Gerhard Terwelp, Oberlehrer Ad. Wirtzfeld, Dr. Josef Brungs, Franz Brungs, Hub. Rick, Wilhelm Rosen, Theod. Tirten, Dr. Wilh. Klein, Gymnasiallehrer Dr. Richard Heim, Lehrer Ehrenfried Rudolph.
Im Adressbuch von 1912 steht als Direktor Dr. Franz Koch. Oberlehrer waren Prof. Jakob Bausch, Prof. Franz Bruns, Dr. Karl Hofacker, Otto Holtschmidt, Prof. Baptist Hünermann, Dr. theol. Bernhard Peters, Heinrich Robrecht, Arthur Scholz, Prof. Theodor Tirten und Wilhelm Zimmermann.
Als einfacher Lehrer ist nur Theodor Bücker aufgeführt. Wissenschaftlicher Hilfslehrer war Dr. Julius Tambornino. Kanditaten waren Hermann Lenders und Dr. Hans Schöneberger. Schuldiener war Joh. Stienen.
1937 – nach dem Umzug des Thomaeums in das Königliche Lehrerseminar am Möhlenring, heute Am Gymnasium, war in der Burg wohl das Finanzamt. [1] Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass das Franziskanerkloster zeitweise die Nr. 2 hatte.
Quellen
- ↑ Einwohner-Adreßbuch für den Landkreis Kempen-Krefeld, 1937, S. 14: Finanzamt Kempen, Thomasstr. 2, Leiter: Reg.-Rat Biel